Doppelbrechende Komponenten sind eine spezielle Art optischer Komponenten, die Doppelbrechung aufweisen.
Das heißt, das gebrochene Licht breitet sich in zwei Richtungen aus: gewöhnliches Licht (o-Licht) und außergewöhnliches Licht (e-Licht). Unter Phasenverzögerung versteht man die Phasendifferenz zwischen o-Licht und e-Licht, wenn Licht eine doppelbrechende Komponente durchdringt. Die Größe der Phasenverzögerung hängt von Faktoren wie den Materialeigenschaften, der Geometrie des Bauteils und der Wellenlänge des einfallenden Lichts ab. Die genaue Messung der Phasenverzögerung doppelbrechender Komponenten ist für den Entwurf und die Leistungsbewertung optischer Systeme von großer Bedeutung.
Beispielsweise kann in Glasfaserkommunikationssystemen die Messung der Phasenverzögerung verwendet werden, um die Dispersionseigenschaften von Glasfasern zu messen und so die Bandbreite und Übertragungsentfernung der Glasfaserübertragung zu optimieren. In bildgebenden Geräten wie optischen Mikroskopen und optischen Kohärenztomographen kann die Messung der Phasenverzögerung verwendet werden, um die Auflösung zu verbessern und die Oberflächentopographie von Proben genau zu messen.
Die spezielle Methode zur hochpräzisen Erkennung der Phasenverzögerung in doppelbrechenden Bauteilen nutzt das Prinzip der Photoelastizität. Wenn Licht durch einen Polarisator läuft, wird es zu zirkular polarisiertem Licht. Wenn eine phasenverzögerte Probe platziert wird, kommt es zu einer optischen Verzögerung zwischen der langsamen und der schnellen Achse. Dadurch wird das ausgehende Licht zu elliptisch polarisiertem Licht. Durch Drehen des Analysators kann der Drehwinkel des polarisierten Lichts, der durch das Vorhandensein einer Phasenverzögerung beeinflusst wird, präzise erfasst werden. Unter dem automatischen Polariskop befindet sich ein Messgerät zur präzisen Messung der Phasenverzögerung.